Neue, (w)irre Gedanken
Ich bin doof.
Im Moment scheint mir alles furchtbar unsicher zu sein. Ich weiß nicht, was ich in der nächsten Zeit machen werde/soll. Die einzige Konstante ist zur Zeit Erwan…wenigstens was.
So, jetzt zu meinen komischen Gedankengängen.
Ich habe mir folgendes überlegt:
Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass das Medizinstudium das non-plus-ultra ist. Jetzt habe ich tatsächlich die Möglichkeit, mich für das nächste Sommersemester noch für Medizin zu bewerben. Allerdings ist die Auswahl der Universitäten ziemlich gering und bei der Hälfte hätte ich Studiengebühren. Außerdem würde der Studienbeginn im Sommer einen eventuellen Universitäts-Tausch (man weiß ja nie) schwierig machen…die Bewerbung zum Sommersemester ist also eher gestorben.
Gut, also nächstes Wintersemester. Fragt sich jetzt nur, wie ich die Zeit rumkriegen soll?
Fakt ist, dass ich das Pflegepraktikum hinter mich bringen muss (drei Monate) und für den Rest der Zeit arbeiten soll. Meine Abneigung gegen das Pflegepraktikum ist allerdings ziemlich hoch, weil ich in der Zeit des FSJ bereits negative Erfahrungen gemacht habe und der Gedanke, drei Monate in Folge Frust zu schieben, macht mich nicht gerade glücklich.
Dazu kommt auch noch, dass ich im Februar nach Le Mans will (innerer Zwang, weil noch länger kann ich es unter Garantie nicht ohne Erwan aushalten, da dreh ich ja durch >.<’) und dafür Geld brauche. Im Mai wird Erwan vorausichtlich in Berlin sein, das heißt, dass ich auch in der Zeit nicht da bin (wat muss dat muss).
Also haben wir diese beiden Rahmendaten und es wäre natürlich am günstigsten, wenn ich in dieser Zeit arbeiten würde und dann eben Urlaub nehmen könnte. Es ist also möglich, von November bis Juni zu arbeiten…und dann das Pflegepraktikum…allerdings werde ich den August nicht auch noch im Krankenhaus verbringen. Ich brauche wenigstens ein bisschen Pause und vielleicht eine gemeinsame Reise mit Erwan. Dann hätte ich zwar erst zwei Monate weg, aber immerhin.
Ich könnte auch versuchen, jetzt einen Monat Pflegepraktikum hinter mich zu bringen und erst ab Dezember arbeiten, wäre mir auch lieber, weil ich mit den beiden Monaten Praktikum im Sommer auch alle drei weg hätte. Problem: Wenn sich das Geldverdienen jetzt noch weiter verschiebt, kriegt mein Vater ‘nen Anfall.
Ich bin mittlerweile aber auch verunsichert, ob ich das Medizinstudium überhaupt durchhalten kann. Wenn ich mir überlege, was da für ein Pensum auf mich zu kommt…und zwar nicht nur die ersten vier Semester bis zur ersten Prüfung, sondern auch danach…da wird mir ganz anders. Allein im ersten Semester hat man schon Vorlesungen, Praktika und Seminare in Physik, Biologie, Chemie, Anatomie, Histologie und Terminologie. Und geilerweise ist es nicht so, dass man zwei Jahre lang brav zu allem rennt und dann auf einmal alles lernen muss, nein es gibt Zwischenprüfungen und Tests, die bestanden werden müssen.
Außerdem bräuchte ich kein Pflegepraktikum, wenn ich etwas anderes studieren würde und könnte von November bis August durcharbeiten ($.$).
Fragt sich jetzt bloß, was ich stattdessen machen soll…Biologie würde mich natürlich sehr interessieren (außerdem ist mir das Lernen für Bio in der Schule immer sehr leicht gefallen)…ich wüsste dann nur nicht, was ich mit dem abgeschlossenen Biologiestudium anfangen sollte. Um einen Job zu kriegen, muss man schon promovieren und am besten noch eine Doktorarbeit schreiben.
Veterinärmedizin wäre sicherlich auch interessant, aber auch dieses Studium wird garantiert nicht leicht und die Chancen später eine erfolgreiche Praxis zu eröffnen und davon gut verdienen zu können, ist in meinen Augen auch recht gering.
Ich habe keine Lust, mich mehrere Jahre lang durch ein Studium und Prüfungen zu quälen um anschließend trotzdem arbeitslos zu sein…bleibt also Medizin…