Lang, lang ist’s her…

•15. Juni 2011 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich war schon lange nicht mehr hier…

Ich weiß auch nicht so genau, warum ich in den letzten Monaten wieder keine Schreiblust hatte, wo ich doch früher immer mit Begeisterung diesen Blog geführt habe…
Das Studium fordert mich mehr, als ich das zugeben möchte – ich könnte fast sagen, es ÜBERfordert mich.
Da sind diese sturen Biochemiker, die absolut unrealistische Vorstellungen vom durchschnittlichen Studentenwissen haben und die lästigen Physiologie-Praktika, in denen man uns behandelt, wie kleine Kinder. Alles in allem lässt mir das wenig Zeit, an etwas anderes zu denken, als an die nächste Klausur und wie ich meinen Tag so effizient gestalten kann, wie möglich.

Daneben habe ich in den letzten Monaten endlich mal wieder ein paar Kilo abgenommen und fühle mich mit mittlerweile 63 Kilo sehr wohl. Ich mache einigermaßen regelmäßig Sport und das Rennradfahren macht auch nach drei Monaten noch Spaß.

Und dann ist da dieser Mann…ich fürchte, dass es bald vorbei sein könnte.

Ich habe ihn in einer dieser Partnerbörsen im Internet kennengelernt und seit über einem halben Jahr treffen wir uns regelmäßig, einmal pro Woche entweder bei ihm oder bei mir. Es macht Spaß – ich fühle mich so wohl bei ihm. Wir können über alles sprechen und diese Treffen sind der Ausgleich, den ich dringend nötig habe, um hier nicht regelmäßig durchzudrehen.
Vor ein paar Tagen meinte er dann, dass er eine Pause benötige…eine Pause? Von mir?
Ich habe keine Ahnung, woher das auf einmal kommt und warum er das tut – er hat mir nicht geantwortet, als ich ihn danach fragte…seit zwei Tagen herrscht absolute Funkstille. Obwohl ich versuche, es mir anders einzureden und irgendwo aus den hintersten Ecken noch ein wenig Stolz hervorzukramen, gelingt es mir einfach nicht.

Ich vermisse ihn schrecklich und die Vorstellung, ihn vielleicht nie wieder zu sehen, treibt mir schon wieder die Tränen in die Augen.

Aber ich kann ihn nicht kontaktieren – ich kann ihm nicht mehr diese Macht über mein Leben und mein Ego geben – kurz: Ich muss mich entlieben.
Ich fühle mich einsam, obwohl ich tolle Freunde habe, die auch dieses Fiasko mit mir durchstehen wollen und mich unterstützen, wo sie können.

Tief in mir ist da trotzdem die Hoffnung, dass er wirklich nur mal ein paar Tage für sich braucht um eventuell ein paar Dinge für sich selbst zu klären. Ich weiß nicht, was bei diesen Gedankengänge herauskommt und ich kann mich nur an dieses Fitzelchen Hoffnung klammern…

Trotzdem muss ich mich selbst mal wieder finden. Es kann nicht sein, dass ich mich einigle und abschotte, mich hinter dem Studium verstecke und vergesse, zu leben. Ich kann mich und mein Leben nicht von diesem einen Mann abhängig machen, sondern muss versuchen, irgendwie positiv zu denken und mich wieder ins Gleichgewicht bringen.

Ich habe keine Ahnung, wie ich das schaffen soll – zwischen Klausurstress und dem drohenden Physikum im Sommer – aber mir mal wieder Zeit für Pausen zu nehmen und wieder andere Bücher, als die Fachliteratur, zu lesen dürfte schon mal ein Anfang sein.
Vielleicht hilft es mir auch, mal wieder mit der Schreiberei anzufangen…

Und nebenbei…

•3. November 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

…habe ich ein Rennrad gefunden.

Eigentlich bin ich eher darüber gestolpert. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, überhaupt etwas einigermaßen passendes zu finden. Und dann hatte der Händler Emporon in Halle tatsächlich jede Menge kleine Rahmengrößen da stehen.

Gleich das erste Rad, das ich probierte, passte, wie angegossen. Zwar hat es keine spezielle Damengeometrie, aber da es eine ziemlich kleine Rahmengröße ist, ging das trotzdem sehr gut.

Noch dazu hatte dieses Rad einen Carbonrahmen und die Shimano-Ultegra-Schaltgruppe verarbeitet.

Und so stand ich auf einmal da und suchte passende Pedale und Schuhe aus. Das Rad steht noch im Laden und wartet auf mich. Noch konnte ich mich nicht zu einer definitiven Entscheidung durchringen, doch da es angezahlt ist, wird es auch morgen noch auf mich warten.

Morgen geht es also nach Halle, um meine letzten Zweifel auszuräumen, denn noch habe ich das Gefühl, dass in dem Laden auch noch etwas besseres stehen könnte – immerhin habe ich mich gleich auf das Cube Agree GTX Pro gestürzt und danach die anderen gar nicht noch mal angesehen.

Was dieses ‘ich könnte auch noch etwas Besseres finden’-Gefühl angeht, haben wir heute schon gute Arbeit geleistet. Wir sind durch halb Leipzig gegondelt. Der Besuch in Försters Grupetto-Laden, war ernüchternd. Es gab insgesamt nur zwei Räder, die überhaupt einen Carbonrahmen besaßen und keines davon wäre in meiner Preisklasse oder Größenordnung gewesen.

Bei Little John Bikes gab es gar keine Rennräder und die Auswahl bei Lucky Bike war äußerst ernüchternd. Klar, die 2010er Modelle laufen jetzt auf und werden wohl in ein paar Wochen durch die aktuellen 2011er ersetzt.

Auf dem Heimweg, haben wir noch einen einen kleinen Abstecher zum Fahrrad-Preisser gemacht, doch auch dort wurden wir nicht fündig.

All das hat dazu geführt, dass ich morgen definitiv ein Rennrad kaufen werde. Ob es tatsächlich das Cube wird, oder ich im Emporon noch etwas anderes, passendes finde, ist noch fraglich.

NaNoWriMo, Tag 3

•3. November 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Die verdammte Story hat sich bereits nach knapp 1000 Wörtern selbstständig gemacht!

Auf einmal gibt es eine männliche Figur, die wahrscheinlich die Hauptfigur wird und ich habe keine Ahnung, was ich mit dem Kerl anfangen soll, wenn er meine Protagonistin vor dem Kältetod gerettet hat.

Außerdem liege ich auch noch fast 1k hinter dem Ziel und ich fürchte, ich werde nachher noch mal fünfhunder wörter löschen…und ja, ich weiß, dass man das nicht macht, aber ich habe heute Nachmittag ernsthaft eine Szene geschrieben, dieso überhaupt gar nicht reinpasst. Sie passt nicht in die Timeline und ich fürchte, ich werde sie auch nicht mehr verwenden können, da sich ja jetzt der gesamte Kontext verändert hat.

narf.

NaNoWriMo Tag 1

•1. November 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Die ersten 700 Wörter sind getippt. Ich weiß, das ist nicht viel und einige meiner Blogeinträge haben mehr Text, aber es sind die ersten 700 Wörter, die zu einer Idee gehören, die meiner Meinung nach auch über Nano hinaus noch Potential hat.

Klar, ich bin meilenweit an meinem Ziel (1,5 k) vorbeigerannt, aber ich höre lieber jetzt schon auf und mache morgen weiter, als mir mit ein paar unbedachten Zeilen das Gefühl zu vermiesen, dass ich dieses Mal echt gut geschrieben habe.

Also, gute Nacht liebe Mitleidenden, auf dass euch die Muse auch so küsst!

Ach ja, hat jemand vielleicht einen schönen deutschen Frauennamen für mich?

 
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