Geschützt: Antwort auf einen unverschämten Kommentar zu ‘Politik’

Mai 8, 2009 at 9:40 (Politik) (, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , )

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Amt

Mai 7, 2009 at 6:22 (Ich) (, , , , , , , , , )

Ich hab’s nicht so mit Behörden – das verdanke ich einer Vielzahl an Vorurteilen, die ich geerbt (von meiner Mum) oder geschenkt bekommen (von Kollegen, Freunden, anderen Verwandten) habe. Behörden, also Ämter oder Agenturen oder wie auch immer sie sich jetzt gerade nennen und welche Farbe (rot-weiß oder weiß-rot?) sie gerade haben, sind gleich: Lange Wartezeiten, Servicewüste und ewiger Papierkrieg.

Heute muss ich allerdings zu meinem eigenen Entsetzen einen Blog schreiben, der dieser Sicht nicht so ganz entspricht.

Klein-ich muss sich im Laufe diesen Monats für ihr Studium an verschiedenen Unis bewerben. Nun will aber jede Uni verschiedene Dokumente von mir haben und einige verlangen auch beglaubigte Zeugniskopien von mir. Da ich aber nur noch vier habe, musste ich heute aufs Bürgeramt, um dort zehn weitere zu bekommen (ja, ich habe vor mich an vielen Unis zu bewerben ;) ).

Klein-ich setzt sich also auf den geliebten Drahtesel und fährt zum Bürgeramt in Gohlis. Dort war ich schon mal und kenne mich aus – denke ich.

Ich ziehe brav meine Nummer und setze mich rein, weil ich die Anzeigentafel dort besser im Blick habe. Innerlich stöhne ich schon auf. Aufgerufen wurde L 05 und ich stand mit L 17 noch in der Schlange. Prima. Warten. Leute beobachten.

Neben mir saß eine Frau mit ihrer kleinen Tochter, die offenbar gerade in der ‘Warum-Phase’ ist.

„Warum sitzt die Frau da?“ (es ging wohl um irgendeine der Frauen, die dort noch so rumsaßen) – „Warum stehen die Wände da?“ (damit waren die Sichtschutzbarrikaden gemeint) – „Warum dreht sich der Kran nicht mehr?“ (Baukran, den man vom Fenster aus sehen konnte) – „Warum ist der Mann vor uns dran?“ – „Warum ist der Mann vor uns da gewesen?“

So ging das von L 05 bis L 11. Dann waren die beiden endlich weg und wurden durch einen Mann mit schwarzen, langen Locken (bei beginnender Glatze), Ledermontur und Männerlackschuhen (Modell ‘Bürokrat’) ersetzt. Der roch eigenartig und ich hoffte, möglichst schnell dran zu kommen. Meine Mathelehrerin aus der Grundschule war auch da, hat mich aber nicht erkannt (zum Glück).

Als meine Nummer dann endlich aufgerufen wurde, ging ich zu dem mir zugeteilten Platz und ließ mich vor einer korpulenten Frau mit Locken nieder. Ich trug mein Anliegen vor (zur Erinnerung an alle mit schwachem Gedächtnis: Ich wollte beglaubigte Zeugniskopien) und sie fragte mich, ob ich denn welche dabei hätte.

„Wie, welche dabei?“ (wachsende Panik) – „Na, Sie müssen schon ihre Kopien mitbringen, wir beglaubigen hier nur.“ – „Hm. Aha.“ (bereits in Resignation verfallen) – „Ich schlage ihnen was vor. Sie gehen runter und raus und wenden sich nach rechts.“ – Bitte?! Nach rechts?!“ (Ich wollte eigentlich jetzt nicht über meine politische Einstellung reden…aber gut) – „Ja, die erste Tür auf der rechten Seite, das ist ein Kopierladen…“ (Ach sooooo….) – „Und dann? Nochmal Nummer ziehen und kurz vor mir macht der Laden dicht?“ – „Nein, sie kommen dann wieder hoch und dann direkt zu mir.“ – „Ah, okay.“

Gesagt. Getan. Ich runter in den Copyshop und zehn Kopien auf A3 gezogen (übrigens sehr zu empfehlen, der Laden, hat mich nur 4 Euro gekostet und der Typ hat mir noch beim Falten geholfen). Danach wieder hoch und mich in Sichtweite meiner Sachbearbeiterin (heißen die da auch so?) gestellt. Das gemurre hinter mir ging schon los – zum Glück nur bei denen, die in den letzten fünf Minuten gekommen waren und meinen ersten Abgang nicht miterlebt hatten. Die Frau guckt endlich auf – sie hat schwer zu tun, vor ihr sitzt eine Familie, offenbar mit größeren Schwierigkeiten. Sie sieht mich und ruft in den Raum: „Der nächste bitte nicht klingeln!“

Ich war also ohne Nümmerchen als erste dran und bekam schlussendlich, nach nervenaufreibenden anderthalb Stunden meine Zeugniskopien beglaubigt – nebenbei gesagt: Ich hätte vielleicht doch meine eigenen mitbringen sollen – die Frau hat da nur kurz drübergeschaut…es hätte sich also gelohnt, die eine, oder andere Zahl zu schönen…

Fazit:

- Kinder im ‘Warum-Alter’ nerven tierisch
- hin und wieder findet man sogar in Deutschland Service
- wenn man Vormittags das Amt/die Agentur besucht, ist oft weniger los

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Politik

Mai 5, 2009 at 5:15 (Politik) (, , , , , , , , , )

ARGH! Ich bin gestern nichtsahnend von der Arbeit nach Hause gefahren und was fiel mir in die müden Augen? Gelb-blaue Wahlplakate! Und zwar von einer Partei, die es sich meiner Meinung nach nicht erlauben kann, meine Stadtfarben zu missbrauchen, um dafür zu werben, ins Rathaus zu kommen!

Sprüche, wie: „Damit Leipzig sicher wird“ oder „Sozial statt Multikulti“ oder „Arbeit statt Armut“ bringen mich dann zusätzlich auf die Palme!

Ich meine…damit Leipzig sicher wird?! Ich hätte es ja fast noch eingesehen, wenn da das Wort ’sicherer‘ gestanden hätte…damit wirbt schließlich jeder und das will auch jeder erreichen. Aber ’sicher’? Ich für meinen Teil habe kein Problem, mich nachts auf die Straße zu wagen und auch Freunde, die in Vierteln, wie Grünau oder Connewitz wohnen, also eher sogenannten ’schwierigen’ Vierteln können das nur bestätigen. Von daher kann ich es nicht verstehen, dass in dieser Phrase praktisch suggeriert wird, Leipzig sei unsicher. Wir sind nicht Berlin Neukölln und nicht Köln Kalk – wir sind eine Großstadt mit Großstadtproblemen…Schreckliche Ereignisse, wie letzten Herbst im Schauhaus passieren leider. Auch wenn die NPD im Rathaus sitzt – vielleicht gerade dann. Ich finde diese unterschwellige Unterstellung, die amtierenden Parteien täten nicht genug für die Sicherheit der Stadt, ist eine Frechheit! In der Innenstadt gibt wahrscheinlich mehr Überwachungskameras als Geschäfte und zu Zeiten, in denen betrunkene Menschen unterwegs sind, fährt die Polizei vermehrt Streife. Auch, was der kleinen Michelle oder Mitja geschehen ist kann die NPD nicht verhindern – da können sie so viel versprechen, wie sie wollen.

„Sozial statt Multikulti“ – was wollt ihr tun, alle ausländischen Mitbürger – oder um es politisch Korrekt auszudrücken: alle Mitbürger mit Migrationshintergrund – ausweisen? Abmurksen? Rausmobben? Für mich gehört Multikulti einfach dazu, es ist ein Teil von ’sozial’. Mal ganz abgesehen davon, dass ich zu bezweifeln wage, dass sich die Globalisierung aufhalten lässt. Irgendwann wird es vielleicht keine Ländergrenzen mehr geben und Menschen aus aller Welt und Kultur leben gemeinsam zusammen – friedlich. Das Statement, straffällige Deutsch-Türken seien eine Schande für das Land, ist absoluter Schwachsinn. Straffällige Menschen werden auch in der Türkei, in den Niederlanden, Frankreich oder in Tumbuktu straffällig. Es hat nur bedingt etwas mit dem kulturellen Hintergrund zu tun. Oftmals sind es sogar die sogenannten ‘Deutschen’, die den ersten Stein werfen. Man kann die Globalisierung nicht aufhalten und mit solchen Phrasen beweist die NPD doch nur, dass sie das noch nicht verstanden hat…wir haben doch schon gelernt, was passiert wenn man versucht, eine Mauer um ein Land zu bauen ;)

„Arbeit statt Armut“…abgedroschener geht es nicht, das versucht jede einzelne Partei, die sich so schimpfen darf. Die Frage ist das WIE.

Ich persönlich möchte schon brechen gehen, wenn ich diese Plakate auf den Straßen sehe, aber wenn ich mir dann auch noch das Wahlprogramm reinziehe, fasse ich schon heimlich Umzugspläne, falls es der NPD gelingt, im Rathaus zu Leipzig bedeutenden Einfluss zu erlangen.

Sie zählen dort sämtliche Misstände auf, von denen Leipziger ein Lied singen können – die Eisenbahnstraße als sozialer Brennpunkt, das Millionenloch „Projekt City-Tunnel“, die zahlreichen Skandale und Affären der letzten Jahre. Meckern können sie gut – aber Losungen, wie „Keine Moschee in Leipzig! Islamistische Zentren verhindern!“ zeigen nur wieder die Engstirnigkeit, dieser sagenhaften Idioten. Wir haben doch christliche Kirchen in Leipzig, oder? Es gibt sogar eine wundervolle russische Kirche im Friedenspark – aber fremde Religionen, wie das Judentum und den Islam sollen wir boykottieren? Ich denke, ich konvertiere demnächst…

„Arbeitsplatzvergabe zuerst an Deutsche!“ Na prost Mahlzeit, wenn die Unternehmen dann mit schlechter qualifizierten deutschen Kräften wirtschaften sollen, statt den Spitzenarchitekten oder Logistiker einstellen zu können – danke NPD, das wird der Wirtschaft sicher helfen!

„Sondersteuer für Unternehmen, die Ausländer beschäftigen, solange qualifizierte Deutsche arbeitslos sind!“ WTF?! Oo

Ehm… dazu kann man eigentlich nicht mehr wesentliches hinzufügen…es spricht einfach nur für sich. Die NPD will die Leipziger Wirtschaft ruinieren, ganz eindeutig. Mal ganz davon abgesehen, dass es sich bei so einem Satz ganz klar um Diskriminierung handelt…aber gut, hey, Leute, wenn ihr meint…Ihr macht euch damit sicher mehr Feinde, als Freunde – braucht eine Regierung nicht auch die Unterstützung der Wirtschaft? Ich denke, die Unternehmen werden von dieser hirnrissigen Idee genau so begeistert sein, wie ich.

„Vergabe kommunaler Aufträge an deutsche Mittelstandsunternehmen und nicht an ausländische Großkonzerne!“ – na klar! Wenn ich die Wahl zwischen einem teuren und einem billigen Angebot bei gleicher Leistung habe, nehme ich natürlich immer das teure, wenn dahinter ein mittelständiges Unternehmen steht! Ich bin ja auch dafür, dass der Mittelstand geschützt werden muss und vor allem kleinere- bis mittlere Unternehmen gucken da leider häufig in die Röhre – aber das ist Marktwirtschaft, der Stärkere gewinnt.

Ich könnte diese Liste endlos fortsetzen, aber dann säße ich morgen noch hier…

Was ich euch allen, die sich hier her verirren, damit sagen möchte…Leute. Die NPD ist NICHT gut! Auch wenn sie euch noch so viel verspricht, tut mir den Gefallen und wählt sie NICHT – wenn ihr Protest wählen wollt…ach nein, lasst das mit dem Protestwählen lieber…werft lieber mal einen Blick ins Wahlprogramm der Grünen ;)

So, und weil die liebe Doro mich in ihrem Blog so nett verlinkt hat, mach ich das hier jetzt auch noch mal, weil ich ja weiß, dass die meisten Leute sich die Kommentare unten nicht mehr ansehen ;)

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Traum

April 23, 2009 at 12:07 (Ich) (, , , , )

Panik, unendliche Panik im Traum und keine Erleichterung, wenn man aufwacht. Ein tiefes Schluchzen, Feuchtigkeit auf dem Gesicht und der plötzliche Wunsch, dass jemand da wäre…irgendjemand. Manchmal wünscht man sich, ein kleines Kind zu sein und eine Mutter zu haben, die sich dann an den Bettrand setzt und einen tröstet und über das erneute Einschlafen wacht.

Dann wieder Angst…tiefe Angst…Verlustangst.

Warum träume ich in letzter Zeit so viel Stuss? Warum lassen mich diese Träume auch den Rest des Tages nicht los? What’s wrong?

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Neeeeeeeeeeeein, ich reg mich nicht auf!

März 28, 2009 at 10:35 (Ich) (, , , , , , , , , , , )

Okay, ich geb’s auf. Meine Familie (beziehungsweise die Menschen, die sich als das bezeichnen) ist Wahnsinn. Mir ist schon irgendwo klar, dass man auch am Wochenende um acht Uhr aufstehen kann, wenn man den Rest der Woche ähnliche Aufstehzeiten hatte. Aber MUSS dann Punkt neun Uhr zwei angefangen werden, die Wohnung grundzureinigen? Nein? Echt? Erklärt das mal meiner Mutter.

Ich wurde also nach netten sechs Stunden Schlaf hochgerissen, weil vor meiner Zimmertüre eine lautstarke Diskussion ausbrach. Thema: Das Zimmer meines Bruders – er solle es doch endlich mal sauber machen…nun ja…mein Idiot von einem Bruder denkt nicht mit. Er stellt den Fernseher auf volle Laustärke, fängt an, unter diversen Flüchen aufzuräumen und als ich mich schon mehr oder weniger daran gewöhnt hatte, fing der ARSCH kurz vor zehn auch an, staubzusaugen. Ich könnt grad TÖTEN!

Und dann wundern sich meine Eltern, dass ich mit Kopfschmerzen und einer Laune, in der mich wirklich niemand erleben möchte, aufstehe und dann ganz besonders ungnädig darauf reagiere, dass ich mich doch beeilen solle, damit ich mit ins Paunsdorfcenter kann. JA, SPINNT IHR DENN ALLE?!

Der Satz: „Bist doch selber Schuld, geh halt nicht so spät ins Bett.“ hätte mich dann fast an den Rande eines ausgewachsenen Schreikrampfes gebracht. Und jetzt wird sich drüber lustig gemacht, dass mich das aufregt. Vielen Dank, ich werd die kommenden zwei Wochen Frühschicht jeden Morgen an euch denken, ihr ARSCHLÖCHER!

Manchmal hoffe ich fast, dass mal einer meiner werten Familienmitglieder auf diesen Blog stößt und liest, was die da eigentlich tun: Wasser predigen und Wein trinken. Mal sehen, was sie dazu sagen, wenn ich ab jetzt jeden Morgen um halb fünf anfange, irgend etwas lautstarkes zu tun.

Und nein, ich werde mich garantiert nicht dafür entschuldigen, dass ich meine Mutter heute morgen angepflaumt habe. SIE hat schließlich nicht bis halb eins gearbeitet und SIE hat sich gestern nicht fast die Schultern ausgerenkt und SIE hat keinen Chef, der sie auf dem Kieker hat. So viel dazu.

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Ode an Murphy

März 9, 2009 at 3:48 (Ich) (, , , , , , , , , , )

Okay, ich weiß ja, dass ihr Typen da oben mich nicht leiden könnt, aber so langsam nehm ich das persönlich!

1. Wenn den ganzen Tag die Sonne scheint, muss sie dann prompt durch Regen ersetzt werden, sobald ich Feierabend habe?

2. Ich verstehe es ja, dass die Straßenkehrmaschine langsam ist und durch die Gegend fahren muss, damit sich auf den Straßen kein schmierig, ekliger, glatter Belag bildet…aber muss die das ausgerechnet zur Rushhour auf einer Bundesstraße tun?

3. Müssen genau dann, wenn die Straßenkehrmaschine zur Rushhour auf der Bundesstraße sauber macht, ALLE LKW-Faher beschließen, dass sie genau diese Straße zu genau der Zeit benutzen wollen?

4. Muss ich mich als niedlich bezeichnen lassen, obwohl ich alle böse angucke, die mir begegnen?

5. Müssen mich ausgerechnet an dem Tag, an dem es mir weder physisch noch psychisch gut geht, ALLE vollabern?

6. Habe ich Magneten in der Tasche? Kerle, ihr seid langsam nicht mehr auszuhalten! Das Geschleime bringt euch keinen Zentimeter weit nach vorn!

7. Warum habe ich keine Schokolade?

8. Der Winter ist vorbei, ihr Typen von der Stadt dürft die aygofressenden Schlaglöcher wieder wegmachen ;)

tbc

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Manchmal…

März 8, 2009 at 10:12 (Ich) (, , , , , , , , , , )

Kennt ihr das? Es ist alles beschissen. Das Leben, das ihr gerade führt, kotzt euch einfach nur tierisch an. Ihr ertragt das alles kommentarlos oder regt euch hier und da mal ein bisschen auf. Aber ihr kommt nie darauf zu sprechen, was euch eigentlich belastet. Ruhig und nach außen hin völlig gelassen schleppt ihr eure Tonnen an Sorgen (und die vom Rest der Welt gleich noch mit) tagtäglich mit euch herum und alle denken, es wäre okay.

Und dann kommt eine Woche, ein Tag, eine Stunde oder nur ein Moment, in dem alles schief läuft, was nur schief laufen kann und vielleicht ist es nur ein simpler Laptopabsturz, der euch den Rest gibt. Und dann steht ihr da, vor den Scherben und hofft, dass ihr noch die Energie habt, sie alle wieder zusammenzusuchen, bevor es zu spät ist…

Aber dieser eine Moment, in diesem einen Moment, in dem euch keiner sieht, erlaubt ihr es euch für ein paar Sekunden Schwäche zu zeigen. Lautlos rinnen die Tränen über das Gesicht, aber die Freunde bemerken es nicht, wie auch im Zeitalter von ICQ und MSN? Man kann sich virtuell so gut verstellen, kann sich hinter lachenden Pixeln verstecken, ohne dass man selbst wirklich ist.

War es besser, vom besten Freund fest in den Arm genommen zu werden, weil die Mauern ausgerechnet in seiner Gegenwart nicht mehr gehalten haben? Danach fühlt man sich doch nur peinlich berührt, weil man sich hat gehen lassen. Ich glaube, mir ist es lieber, stumm, allein für mich zu weinen, ohne es die Welt wissen zu lassen…

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Vater-Tochter-Kommunikation

Februar 27, 2009 at 12:59 (Ich)

So, zur Abwechslung mal etwas, das mich schmunzeln ließ:

In der Spätschicht sehe ich meine Familie nicht (muhu! Zwei Wochen sturmfrei!). Ich fahre Viertel nach Zwei los, auf Arbeit und mein Bruder und meine Eltern kommen immer erst später. Wenn ich dann nachts irgendwann zwischen Mitternacht und eins nach Hause komme, ist dann auch keiner mehr wach. Ich kommuniziere also in dieser Zeit über Post-its mit meinem Vater (aber nur, wenn es wichtig ist).

Desweiteren finde ich mit meinem Auto nach Schichtende auch nie einen vernünftigen Parkplatz, weshalb ich dann meistens im Kreuzungsbereich vor unserem Haus parken muss. Mein Vater hat aber den Aygozweitschlüssel und wenn er weiß, dass ich krumm und schief auf der Kreuzung rumstehe, parkt der mein Auto früh um sieben, wenn er das Haus verlässt so um, dass Klein-Aygo ohne Knöllchen und Schramme bis Viertel nach Zwei auf mich warten kann.

In der letzten Zeit hatte ich aber immer ein paar Meter weiter hinten ein Plätzchen gefunden, weshalb es nicht nötig war, das Auto umzuparken. Gestern war das leider nicht so. Um meinem Vater mitzuteilen, dass das Auto unten rumsteht, Angst um seinen Außenspiegel hat und gerne einen sichereren Parkplatz möchte, entstand dieser Zettel:

Tochter-Vater-Kommunikation

Tochter-Vater-Kommunikation

Heute morgen bin ich nichtsahnend aufgestanden und fand Folgendes:

Vater-Tochter-Kommunikation

Vater-Tochter-Kommunikation

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Ibuprofen is my friend

Februar 25, 2009 at 12:15 (Ich) (, , , , , , , , , , , )

Okay, ich kann sie verstehen…all die Schmerzmittelabhängigen, die in dieser Welt so rumlaufen. Ich kann es wirklich nachvollziehen, dass die Figur des Dr. House im Fernsehen ständig Vicodin einschmeißt (auch wenn es vermutlich nicht gerade die beste Idee ist, ein Vorbild drogenabhängig darzustellen – aber na ja…dem Mann fehlt ja auch der Oberschenkelmuskel). Meine Beine sind vollkommen in Ordnung. Mein linker Fuß nicht.

Ich hab es schon vorgestern gemerkt, an meinem ersten Arbeitstag nach meinem genialen Annecy-Urlaub…der Fuß hat wieder weh getan und Abends dann erst recht. Aber das habe ich alles darauf geschoben, dass ich es nicht mehr gewöhnt war, acht Stunden herumzustehen und Päckchen zu packen. Aber gestern Nacht war dann alles vorbei. Ich hatte kein Ibuprofen mit auf Arbeit, konnte mir also nicht selbst helfen, also hab ich die Zähne zusammengebissen und hab sogar die Überstunde halbwegs gut überstanden.

Als ich dann allerdings nach Hause kam und mich für ganze fünf Minuten mal eben hinsetzte, war dann offenbar wieder der Schalter umgelegt. Als ich aufstehen wollte, hätte ich am liebsten geschrieen…der Fuß fühlte sich an, als wäre ich frisch umgeknickt und hätte ihn mir verstaucht. Nichtsdestotrotz bin ich in die Küche gehumpelt und habe mir was Essbares zusammengesucht…mich dann wieder für anderthalb Stunden auf mein Bett zu setzen hat den Fuß wieder entspannt…blöd, wenn man dann doch noch mal aufstehen muss, weil das liebe Meerschwein Hunger hat und lautstark quiekt. Den zweiten Weg in die Küche hätte ich dann am liebsten kriechend zurück gelegt, aber das kam mir dann doch etwas übertrieben vor.

Nun ja, heute morgen MUSSTE ich kriechen. So blamabel und peinlich das alles auch ist, aber heute morgen war ich nicht in der Lage, den Fuß auch nur ansatzweise zu belasten. Mittlerweile gehts wieder, aber ich fürchte, dass ich heute ganz schwere Geschütze auffahren muss, damit ich den Tag durchstehe….

Nebenbei sei erwähnt, dass ich gerade wieder knapp 200 Euro für einen Flug nach Genf ausgegeben habe! Ich freu mich schon total auf April (@ Karsten: Solltest du durch irgend einen verrückten Zufall auf diesen Blog stoßen und das hier lesen: Danke für den genehmigten Urlaub, du hast mir gestern den Tag gerettet!).

So, jetzt muss ich fleißig Französisch büffeln, damit ich nicht mehr wie der letzte Depp daneben sitze und nichts verstehe ;)

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Want to go to…

Februar 22, 2009 at 1:20 (Ich) (, , , , , , )

…Annecy! =(

Warum musste die schöneste Woche des letzten halben Jahres so schnell vorbei gehen?

Es war wirklich total schön und ich denke, meinem Französisch hat es jetzt nicht gerade geschadet. Am Ende konnte ich mir sogar fast immer aus Satzfetzen oder einzelnen Worten den Zusammenhang erschließen und konnte zumindest teilweise (wenn auch noch auf Englisch) mitreden.

Der Abschied gestern früh ist mir dann natürlich entsprechend schwer gefallen. Auch Erwan wollte mich gar nicht gehen lassen und als ich dann (mit einer knappen halben Stunde Verspätung) wieder in Berlin gelandet bin, wollte ich eigentlich gleich mit dem nächsten Flieger zurück nach Genf fliegen.

Tja, nun bin ich wieder hier, im grauen, langweiligen Deutschland und das einzige, worauf mich freuen kann ist, dass ich Erwan im April wieder sehe…

…bis dahin heißt es arbeiten, arbeiten, arbeiten. Ganz ehrlich? Das hängt mir jetzt schon total zum Halse raus. Wenn ich die Zeit wenigstens durch ein interessantes Studium und jede Menge lernen überbrücken könnte…aber nein, stumpfsinnig Päckchen packen ist jetzt angesagt. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich kopfmäßig wieder in Leipzig bin.

So, ich bin immer noch traurig und irgendwie geplättet, wieder in den grauen Alltag geworfen worden zu sein, also gibts jetzt nur noch mal ein paar Bilder:

Insel im Lac d'Annecy

Insel im Lac d'Annecy

Berg

Berg

Hotel Schießmichtot

Hotel Schießmichtot

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